Jugendflucht
Der müde Sommer senkt das Haupt
Und schaut sein falbes Bild im See.
Ich wandle müde und bestaubt
Im Schatten der Allee.
Durch Pappeln geht ein zager Wind,
Der Himmel hinter mir ist rot,
Und vor mir Abendängste sind
-Und Dämmerung- und Tod.
Ich wandle müde und bestaubt,
Und hinter mir bleibt zögernd stehn
Die Jugend, neigt das schöne Haupt
Und will nicht fürder mit mir gehn.
Hermann Hesse
Oft wird reifen Menschen der Herbst zur Jahreszeit
der Liebe: Die Melancholie des Abschieds,
Das Leise.
Die Geduld.
Das Nicht - mehr - verschwenden.
Das Nicht - mehr - fordern.
Das Zurückziehen der Kraft.
Das Sammeln in den Wurzeln.
Max Bolliger
(Ach was das Gedicht grade passt!!)
Licht
Licht auf dem die Vögel
wippen.
Schwarze Grille Klage,
begraben im Wind.
Pinselstrich aus Duft
und Staub
lassen den Tod
zu einem Falter werden.
Werner Lutz
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